RepRap Drucker von Rainer Radow

15.05.2012
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1.01 Was ist eigentlich RepRap

Was bedeutet Reprap? Dies ist ein Kunstwort aus "Replikation" und "Rapid Prototyping", also "Schneller Prototypenerstellung"
Was bedeutet hier Replikation? Reprap Drucker bestehen aus vielen Kunststoffteilen, die von anderen Reprap Druckern gedruckt werden. Somit können sich diese Drucker teilweise selber herstellen - also replizieren.
Was ist Reprap.org? Ein Comunity Projekt, bei dem jeder mitmachen kann. Dort findet man viele Ideen zu Alternativlösungen und kann auch seine eigenen Ideen publizieren. Reprap.org .
Welche Druckmaterialien gibt es? Unter Reprap.org findet man eine Vielzahl von Versuchen zu Druckmaterialien. Diese reichen von Schokolade, Zuckerguss, Ton und Kunststoffen bis zu flüssigen Metallen.
Wesentliche Druckmaterialien sind die Kunststoffe PLA und ABS in den Drahtstärken 3 mm und 1,75 mm. Über diese soll hier berichtet werden.
Wie sind Druckobjekte aufgebaut? Die dreidimensionalen Druckobjekte werden in Schichten übereinander aufgebaut. Jede dieser Schichten wird wiederum aus dünnen nebeneinander liegenden Materialsträngen gebildet.
Wie entstehen die Materialstränge? Kunststoffe wie PLA und ABS werden meist als Draht auf Rollen geliefert. In einem Extruder wird dieser Draht aufgeschmolzen und durch eine Düse gepreßt. So bildet sich ein Materialstrang, aus dem die Druckobjekte gebildet werden. Man kann sich diesen Vorgang wie in einer automatischen Heißklebepistole vorstellen.
Wie wird die Objektform gebildet? Der extrudierte Materialstrang wird aus der Düse auf einem Drucktisch abgelegt. Schrittmotore legen den Materialstrang softwaregesteuert in der X-/Y-Ebene vorlagengetreu ab.
Ist eine Ebene fertiggestellt, wird über einen Schrittmotor die Düse in z-Richtung eine Ebene höher bewegt - oder je nach Druckerkonstruktion der Tisch ein Stück nach unten gefahren.
So wird eine Schicht nach der anderen aufgebaut. Dies kann man mit dem Bau eines Hauses vergleichen, bei dem in jeder Ebene Stein für Stein nebeneinander gelegt wird.
Wie gut ist die Druckauflösung? Wie oben beschrieben, werden die Objekte in Schichten aus einer "Materialwurst" aufgebaut.
Übliche Düsendurchmesser sind 0,5 bis 0,3 mm.
Praktikable Schichthöhen liegen dabei üblicherweise zwischen 0,4 und 0,1 mm. Druckt man mit einer 0,5 mm Düse eine Schichthöhe von 0,3 mm, wird die "Wurst" dabei breit gedrückt. Durch schnelles Verfahren und langsames Herauspressen des Kunststoffes kann die "Wurstbreite" zusätzlich gesteuert werden.
Warum druckt man nicht immer ganz fein?


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